npd-niedersachsen.de

07.05.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Jedes arme Kind ist eines zu viel

Winston Churchill werden oft die Worte zugeschrieben: „Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.“An diese Worte fühlt man sich zwangsläufig erinnert, registriert man in diesen Tagen die breitflächige Berichterstattung über bisher angeblich zu hoch angenommene Armutswerte bei deutschen Kindern. Bisher wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) angenommen und publiziert, daß sich die Armutsquote bei Kindern in Deutschland auf 16,3 Prozent belaufe, also über dem OECD-Durchschnitt liege. Nun überbieten sich die bundesdeutschen Tagesgazetten mit Berichten und Lobpreisungen, daß die Kinderarmut viel geringer sei als bisher angenommen. Sie liege nach neueren Berechnungsgrundlagen „nur“ bei rund 10 Prozent.

Und schon beginnt, wie könnte es anders sein, die Debatte, ob die Erhöhung des Kindergeldes von 164 auf 184 Euro pro Monat denn wirklich nötig war. Die einen versteigen sich mittlerweile zu der Aussage, daß mit Kindern hierzulande ein übler Populismus betrieben werde. Die anderen meinen zumindest, daß auf jeden Fall keine weiteren Erhöhungen mehr umgesetzt werden sollten.

Beide Aussagen sind aus nationaler und sozialer Sicht abzulehnen, da eine kinderfreundliche Politik nie mit Populismus gleichgesetzt werden darf. Wenn wir als Volk und als Solidargemeinschaft Zukunft haben wollen, in was gilt es dann zu investieren, wenn nicht in Kinder? Und auch sind natürlich weitere Anpassungen erforderlich, sollen Familien auf eine finanziell gesicherte Grundlage gestellt werden.

Als arm gilt der, dessen Haushaltseinkommen weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens umfaßt.Hier liegt der Teufel im Detail. Da wir seit Jahren in unserem Land real sinkende Löhne haben, sinkt logischerweise auch das Durchschnittseinkommen. Somit reduziert sich natürlich auch der Bewertungsmaßstab bzw. die Armutsschwelle und infolgedessen zumindest rein rechnerisch und statistisch auch die Zahl der Betroffenen. Aber das Übel armer Kinder bleibt, auch wenn sie jetzt im Vergleich zum Rest der Gesellschaft, nach mathematischen Manipulationen, nicht mehr ganz so arm dran sein sollen.

So konnte man in den vergangenen Tagen in mehreren Zeitungen lesen, daß die Tariflöhne weniger stark gestiegen seien als die Lebenshaltungskosten.Die mancherorts zu verzeichnenden Lohnerhöhungen werden also durch die Inflation um ein Vielfaches aufgefressen. Angesichts dieser Tatsachen mutet die nun vorgenommene „Korrektur“ der Armutsquote deutscher Kinder wie ein Versuch an, die Realität zu verschleiern, um das Volk sorglos zu halten und für kommende Wahlen hinter die Regierungsparteien zu scharen.

Es wäre überdies nicht das erste Mal, daß das DIW gezielt und vermeintlich wissenschaftlich fundiert Propaganda für die Regierungspolitik macht.Der angebliche Fachkräftemangel in Deutschland, der sich mehr und mehr als Fata Morgana erweist, der aber von der Bundesregierung systematisch ins Feld geführt wird, wenn es daran geht, für das Anwerben „qualifizierter“ Ausländer zu trommeln, wurde in einer DIW-Studie als Phantasieprodukt abgetan. Dieselbe Studie wurde kurz danach zurückgepfiffen und umgeschrieben, weil sie dem damaligen DIW-Chef Zimmermann nicht in den Kram passte. Zimmermann gilt als eifriger Verfechter der These des Fachkräftemangels.

Studien verkommen allzu oft zu Herrschaftsinstrumenten, mit deren Hilfe dem Volk unter vermeintlich objektiven und wissenschaftlich sauberen Standards die Realität so dargestellt werden soll, daß es den derzeit Herrschenden nutzt.


Besonders übel wird dies dann, wenn das offenkundige Problem der Kinderarmut in Deutschland weggeforscht wird. Leidtragende sind einmal mehr die Familien und vor allem die Kinder, denn derartige Studien verhindern echte und am Volkswohl orientierte Familienpolitik.

Die NPD orientiert sich nicht nur an manipulierbaren toten Zahlen, sondern an den betroffenen Menschen. So lange noch ein Kind in Deutschland in Armut aufwächst, hat die Politik versagt.

Ronny Zasowk
Referatsleiter Politik


Quelle:http://www.npd-in-rlp.de/

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