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14.08.2008

Lesezeit: etwa 2 Minuten

NPD spielt Fußball, und keiner merkt es

Immerhin! Oder: besser spät als nie! Nach sage und schreibe zehn Tagen haben Goslarer Polizei und Stadtverwaltung nun mitbekommen, dass das Fußballturnier nationaler Kräfte am 2. August inmitten der Kaiserstadt, auf einem Bolzplatz im gutbürgerlichen Stadtteil Ohlhof stattgefunden hat. Nun herrscht hektische Betriebsamkeit bei den Stadtoberen. Schnell sollen Hinweisschilder an den städtischen Bolzplätzen angebracht werden, die das Spielen von Nicht-Anwohnern untersagen. Zuwiderhandlungen sollen von der Polizei künftig konsequent unterbunden und verfolgt werden – zumindest sofern man nicht wieder alles verpennt. Wer sich nicht mehr zu helfen weiß, dem bleiben halt nur Verbote.

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Nach nur 10 Tagen reagieren die Goslarer Polizei und Stadtverwaltung

Zu dieser Zeitungsmeldungstelle der Unterbezirksvorsitzende Patrick Kallweit heute fest: „Dass Polizei und Verwaltung zehn Tage brauchten um unseren Standort nachträglich zu ermitteln, werten wir in erster Linie als Auszeichnung für die gute Organisation des Turniers durch Kameraden aus unserem Bereich. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Goslars müssen wir dennoch hoffen, dass Polizei und Stadtverwaltung künftig nicht auch bei tatsächlich schweren Fällen ihre Praktikanten die Arbeit machen lassen.

Es erscheint ja geradezu grotesk, seitens der verantwortlichen Träumer-Truppe nun mit derartigen Alibi-Maßnahmen aufzutreten. Und dass der sogenannte „erste Stadtrat“ Klaus Germer in der GZ äußert, er wolle „die“, damit sind also offenbar volkstreue junge Hobby-Fußballer gemeint, nicht haben, beruht überdies auch auf Gegenseitigkeit.

Selbstverständlich hat niemand gemerkt, dass die NPD Fußball gespielt hat. Weil es sich eben nicht um eine anmeldepflichtige parteipolische Veranstaltung handeln kann, wenn ich nur am Tag meines Geburtstages einige Dutzend Kameraden aus der Region zu einem Fußballspiel einlade. Hätte unser Fußballturnier einen politischen Charakter gehabt, wäre dies sicherlich auch einigen der zahlreich am Bolzplatz entlang spazierenden Anwohnern aufgefallen, die teils, offenbar beeindruckt durch die große Teilnehmerzahl, auch minutenlang am Spielfeldrand zuschauten.

Wenn die Verantwortlichen nicht wieder alles verpennen, sollen sie die Sache zur Prüfung ruhig an die Staatsanwaltschaft weiterleiten. Nach der Stadt Vienenburg und dem Landkreis darf die Stadt Goslar gerne den nächsten rechtlichen Tritt vor das Schienbein in einem Verfahren gegen uns bekommen. Vielleicht würde dieser Tritt die Ordnungshüter ja auch endlich einmal munter machen. Wenn man derartig auf ganzer Linie versagt, sollte man meines Erachtens damit nicht auch noch hausieren gehen.“


NPD UB Braunschweig, 13. August 2008

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