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13.10.2008

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Fußball-EM 2012 wirft Schatten voraus

In Polen selbst und auf polnisch verwaltetem Gebiet ist es zuletzt erneut zu schweren Krawallen bei Fußballspielen gekommen. Beim Ortsrivalentreffen zwischen den Warschauer Vereinen Legia und Polonia (1:1) „hat es … wieder einmal schreckliche Ausschreitungen gegeben, bei denen 741 Gewalttäter festgenommen wurden“, heißt es auf der Weltnetzseite www.polskaweb.eu. Scharmützeln zwischen Anhängern beider Lager folgten Attacken gegen die Sicherheitskräfte. Und weiter: „Allen Festgenommenen wurden die Pässe abgenommen, einigen von ihnen drohen nun bis zu 10 Jahre Haft, denn sie wurden dabei gefilmt, wie sie mit Boxer-Kieferschützern in der Faust brutal auf Polizisten einschlugen.“

In Swinemünde, also nur einen Steinwurf vom Landkreis Ostvorpommern entfernt, war beim Zweitligaspiel des gastgebenden MKS „Flota“ gegen „Wisla“ Plotzk (Masowien) die etwas kleinere Variante zu erleben. Hier erfolgten 27 Gewahrsamnahmen, die der Auswertung von Bildern einer lokalen Fernsehstation folgten. Im kleinen, 3.500 Zuschauer fassenden Stadion hatten rund 150 Gäste-Anhänger einheimische Zuschauer attackiert, deren harter Kern sich das allerdings nicht lange bieten ließ und nun seinerseits die Fäuste fliegen ließ.

In M-V war von den gefürchteten polnischen Hools bislang wenig zu spüren, zumal unmittelbare Anlässe im Sinne von Privat- oder auch Wettbewerbsspielen bislang ohnehin kaum bestanden. Gewisse Ansätze sind offenbar dennoch vorhanden. Anfang Mai 2008 erklärte der mittlerweile fürs Landeskriminalamt tätige damalige Leiter der PI Rostock, Olaf Kühl, laut OZ: „Auch das Auftauchen aggressiver polnischer Fußballfans sei eine neue Qualität, auf die man sich … einstellen müsse.“

Die NPD-Landtagsfraktion faßte mit zwei Kleinen Anfragen (Drucksachen 5/1473 und 5/1596) nach. Am 16. Februar 2008 wurden demnach vor dem Bundesliga-Punktspiel Hansa Rostock gegen Eintracht Frankfurt/Main Gästeanhänger beraubt. Als tatverdächtig galt eine 20köpfige Personengruppe, die im Rahmen der Nahbereichsfahndung festgestellt werden konnte. „Unter diesen 20 Personen befanden sich insgesamt 10 polnische Staatsangehörige“, ist der Antwort der Landesregierung zu entnehmen. Gegen die Tatverdächtigen wurde Strafanzeige gemäß §§ 249 (Raub) und 224 (gefährliche Körperverletzung) StGB aufgenommen. Die übrigen aus der Gruppe hatten ihren Wohnsitz laut Antwort in Mecklenburg-Vorpommern (wir bleiben auch an diesem Thema dran).

Zu weiteren „polizeilich relevanten Aktionen“ polnischer Fußball-Anhänger in M-V besaß die Landesregierung seinerzeit keine Informationen. Die Europameisterschaft 2012 – Gastgeber ist neben der Ukraine auch Polen – wirft in jedem Fall schon jetzt ihre Schatten voraus. Sanierungsbedürftige Stadien, Sicherheitsdefizite und die gefürchteten Hooligans; verschämt wird neben der Gewaltbereitschaft auch auf „antisemitische“, „schwulenfeindliche“ und „rassistische“ Tendenzen unter Polens Fußball-Anhängern verwiesen.
Olle Wetter – und wir dachten, so was hat’s nur in deutschen Landen zu geben.

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