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16.10.2008

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Der kleine Mann muß wieder die Zeche zahlen!

Daß die riesigen Spekulationsblasen des internationalen Finanzmarktes irgenwann einmal platzen würden, war uns allen klar, nicht aber der Zeitpunkt. Als dann Ende September die Börse an der Wall Street zusammenbrach, verkündeten die Experten in den Medien, daß es nun drei bis vier Monate dauern werde, bis die Krise Deutschland und Europa erreichen würde. Kaum 10 Tage später war sie da, mitten in Deutschland.

Die Hypo Real Estate brach zusammen, und der deutsche Steuerzahler mußte zunächst mit 35 Milliarden Euro eingreifen, um dann wenige Tage später erfahren zu müssen, daß die Bilanzen nicht stimmten und die zugeschossene Summe bei weitem nicht ausreiche. Kaum eine Woche später kündigten zunächst Opel, dann andere PKW-Hersteller an, die Produktion für mehrere Wochen stoppen zu müssen. Dann wurde die deutsche Öffentlichkeit auf nicht mehr abwendbare Massenentlassungen vorbereitet. Schuld an allem seien die Globalisierung, die weltweiten Verflechtungen des Kapitals, der Kredithandel, der Handel mit Optionsscheinen und sogenannten „Hedge-Fonds“. Letztere wurde erst durch Kanzler Schröder unter Rot-Grün in Deutschland erlaubt...

Da die Krise global sei, trafen sich die Vertreter der G 7-Staaten, dann die Vertreter der EU-Staaten, um global gegensteuern zu können. Die Hilfsmaßnahmen sollten aber, man höre und staune, national umgesetzt werden. In Berlin wurde nun ein Hilfspaket mit der astronomischen Summe von 480 Milliarden Euro beschlossen, das den Banken helfen soll, ihr Mißmanagement durch neue Vertrauensgewinne auf Kosten des Steuerzahlers überspielen zu können.

Dieses Hilfspaket soll dabei helfen, daß nach der Rückkehr des Vertrauens in die Kapitalanleger wieder die freien Kräfte des Marktes wirken sollen und der Staat sich Ende 2009 aus seinem Engagement wieder zurückzieht.

Ich habe selten so einen Blödsinn gehört. Waren es nicht gerade die ungehemmt agierenden Kräfte des freien Marktes, die diese Finanzkrise verursacht haben? Es ist Zeit für einen Systemwechsel - sozial geht nur national, und die Wirtschaft darf sich nicht selbst überlassen werden, sondern hat dem Volke zu dienen, wie es in unserem Programm steht. Das geht aber mit den etablierten Politikern nicht, darum müssen sie bei der nächsten Wahl in die politische Wüste geschickt werden.

Der kleine Mann soll jetzt wieder einmal die Zeche zahlen und wird zugleich noch dadurch verhöhnt, daß er erfährt, daß der schuldige Vorstand der Hypo Real Estate zwar seinen Job verliert, dafür aber mit 46.000 Euro monatlich in Rente geschickt wird. Wie lange läßt sich die Masse unseres Volkes eigentlich noch von denen da oben verarschen?

Es liegt nun an uns, jetzt in die Propaganda-Offensive zu gehen, um den Bürgern klar zu machen, daß es einzig die NPD war, die seit Jahrzehnten eine anti-globalistische und anti-kapitalistische Politik sowie die persönliche Haftung von Politikern und Managern bei von diesen zu verantwortenden grobfahrlässigem Handeln gefordert hat.

Die Antwort auf das Mißmangement bei der Hypo kann nach dem Eingreifen des Steuerzahlers doch nur lauten, daß der verantwortliche Vorstand mit seinem gesamten Vermögen haftet und sich beim Arbeitsamt melden muß, um ALG II zu beantragen. Natürlich hat er dann auch das Recht, sich zu verteidigen, und kann wie jeder Arbeitslose Prozeßkostenhilfe beantragen.

Von diesem Einzelfall abgesehen, finde ich, daß es endlich an der Zeit ist, die Forderungen der Nationaldemokraten umzusetzen und aus dem Globalisierungswahn auszusteigen. Noch ist eine Umkehr in der Politik möglich. Kündigen wir z.B. das Schengener Abkommen auf, kontrollierenwir wieder an unseren Grenzen die Waren und Menschenströme, und verhindern wir, daß deutsche Unternehmen ins Ausland abwandern, billige Lohnsklaven aus dem Ausland unser Land genauso überschwemmen wie billige Waren.

Auf einmal steht die astronomische Summe von 400 Milliarden Euro bereit, um Bankern zu helfen. Ich meine, damit könnte besser dem Volk und dem Konsum geholfen werden. Wie wäre es, wenn damit den Geringverdienern 50 Prozent der Lohnsteuer erlassen, den Rentnern unter 800 Euro im Monat eine Rentenerhöhung von 30 Prozent gewährt würde? Warum gibt es für deutsche Arbeiter keine staatliche Bürgschaften, um sich neue Autos kaufen zu können, oder Kfz-Steuerbefreiung für die, die jetzt ein Auto bestellen? Das wären Sofortmaßnahmen, die sicher nicht gewissen Banken, wohl aber unserem Volk helfen und ganz schnell die Inlandskonjunktur anheizen und neue Arbeitsplätze schaffen würden.

Ein Systemwechsel tut not. 2009 ist ein Mammutwahlkampfjahr. Das Volk hat da die Gelegenheit, endlich die Politiker auszutauschen, damit wir und nicht die Privatbanken eine sichere Zukunft haben!

Dipl.sc.pol. Udo Voigt

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