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29.11.2008

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OECD legt pessimistische Wirtschaftsprognose vor

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet bis zum Jahr 2010 mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 700.000 Menschen in der Bundesrepublik. In ihrer halbjährig herausgegebenen Prognose prognostiziert die Organisation Deutschland eine tiefe wirtschaftliche Rezession. Besonders Deutschlands starke Exportabhängigkeit wird der deutschen Wirtschaft in den kommenden Jahren zu Schaffen machen: Im Jahre 2009 wird sie nach Schätzungen der OECD um 0,9 Prozent schrumpfen.
Mit dem Bericht der OECD liegt nun eine deutlich pessimistischere Wirtschaftsprognose vor, als bisher von der Bundesregierung angenommen. Diese geht allen Warnungen zum Trotz bisher noch von einem Wachstum im kommenden Jahr in Höhe von 0,2 Prozent aus. Laut OECD wird der Abschwung vor allem die erste Jahreshälfte betreffen, danach werde sich die Wirtschaft allmählich wieder erholen. 2010 werde es dann nach den nicht kalenderbereinigten Zahlen wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent geben.
Auch in den übrigen Industriestaaten sind die Aussichten nicht viel besser: Nach den Schätzungen der OECD wird die Wirtschaft in den USA und in der Euro-Zone bis in das kommenden Jahr hinein schrumpfen. Für 2009 rechnet die Organisation nun mit einem Schrumpfen der Wirtschaft in der Euro-Zone um 0,6 Prozent, nachdem sie in diesem Jahr um 1,0 Prozent gewachsen war. 2010 dürfte sich die Wirtschaftsleistung dann wieder um 1,2 Prozent erhöhen.
In den USA wird die wirtschaftliche Aktivität laut OECD 2009 um 0,9 Prozent zurückgehen, in Japan wird mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Für die gesamte OECD ergebe sich damit ein Rückgang um 0,4 Prozent, nach einem Wachstum von 1,4 Prozent 2008.
Viele OECD-Volkswirtschaften befänden sich bereits in oder stünden am Rande einer langwierigen Rezession, wie sie seit Beginn der achtziger Jahre nicht aufgetreten sei, teilten die Forscher mit. Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone könnte nach OECD-Berechnungen im Jahr 2010 auf 9,0 Prozent steigen. In diesem Jahr werde sie voraussichtlich bei 7,4 Prozent liegen und 2009 bei 8,6 Prozent. In den USA wird in diesem Zeitraum mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 1,8 Punkte auf 7,5 Prozent gerechnet.
Die OECD fordert vor dem Hintergrund des drastischen Abschwungs zusätzliche Stimulierungsmaßnahmen. Dabei sei insbesondere die Fiskalpolitik gefordert, da der Spielraum für weitere Leitzinssenkungen und damit eine geldpolitische Lockerung in manchen Ländern begrenzt sei. Die Maßnahmen sollten aber rasch wieder abgebaut werden, wenn sich die Wirtschaft erhole.

Quelle: http://www.deutsche-stimme.de/ds/

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