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19.03.2020

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Corona beweist: Globalisierung ist brandgefährlich!

Corona beweist: Globalisierung ist brandgefährlich!

In der jetzigen aufgeheizten und fast schon panikartigen Situation in unserem Land verbietet es sich wohl, jemandem die politische Verantwortung für die Ausbreitung des Corona-Virus zuzuschieben. Stattdessen kann man nur hoffen, dass sich möglichst wenige Menschen infizieren und dass die wohl kaum zu vermeidenden Infektionsfälle glimpflich verlaufen.

Woran man aber durchaus Kritik üben muss, ist die Tatsache, dass Deutschland in der Produktion von Pharmazie-Produkten existenziell abhängig vom Weltmarkt ist. Ohne Produkte aus China und Indien läuft nichts mehr. Dies führt schon seit Jahren zu Medikamenten-Engpässen, die für die Betroffenen dramatische Folgen haben können.

Doch diese Abhängigkeit gilt nicht nur für den Medizinbereich. Die deutsche Wirtschaft ist nicht nur Exportweltmeister, was viele naiv bejubeln, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass man sich dadurch auf Gedeih und Verderb von der Weltkonjunktur abhängig macht. Brechen Absatzmärkte weg, kann das nicht nur zu sinkenden Aktienkursen oder Kurzarbeit führen, sondern zu Massenentlassungen in zahlreichen Branchen.

Die Corona-Krise hat jedoch noch eine andere Tatsache deutlich vor Augen geführt, die von der NPD seit Jahren kritisiert wird. Die Globalisierungsexzesse der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass kaum noch ein hierzulande produziertes Gut ohne Vorprodukte aus dem Ausland hergestellt werden kann. Die deutsche Wirtschaft mag noch immer über viele Weltmarktführer verfügen, unsere Produkte mögen noch immer vom „Made in Germany“-Label profitieren, doch das nützt alles nichts, wenn man existenziell abhängig ist von der Lieferfähigkeit ausländischer Unternehmen.

Jahrzehntelang hat man arbeitsintensive Produktionsstufen ins billigere Ausland, vor allem nach China, verlagert und von den dadurch erzielten Kosteneinsparungen profitiert. Die Gewinne der Konzerne waren riesig, die Arbeitsplätze hierzulande fielen ersatzlos weg. Dass mittlerweile jeder vierte Arbeitsplatz im Niedriglohnsektor angesiedelt ist und zigtausende hochqualifizierte Deutsche das Land in Richtung USA oder Schweiz verlassen, ist eine Folge dieser fatalen Wirtschaftspolitik. Man mag von Trump halten, was man will, aber er sorgt dafür, dass Konzerne, die in den USA Geld verdienen wollen, auch dort zu produzieren haben.

Die Gewinne der Konzerne, die auf dieser kurzsichtigen Politik basieren, bezahlen nun wir alle mit einer möglicherweise zurückkehrenden Rezession. Lieferketten brechen zusammen, Fabriken müssen vorübergehend stillgelegt werden, die beruflichen Perspektiven vieler Menschen stehen auf dem Spiel.

Die Finanzkrise, die wir 2007 erlebt haben, droht nun unter veränderten Vorzeichen zurückzukehren. Damals infizierten die überschuldeten und kriselnden Banken die Realwirtschaft, diesmal infiziert die Realwirtschaft die Finanzmärkte, was einen Teufelskreis in Gang setzt. Ökonomen sprechen davon, dass wir möglicherweise bald zeitgleich einen Angebots- und einen Nachfrageschock erleben werden.

Die Politik des billigen Geldes, die in den letzten Jahren immer wieder zu Kursfeuerwerken an den weltweiten Börsen geführt hat, wird daran nichts ändern können. Ganz abgesehen davon, dass die meisten Notenbanken, allen voran die EZB, ihr Pulver durch die jahrelange sparerenteignende Niedrigzinspolitik ohnehin verschossen haben.

Wo uns diese Krise hinführen wird, vermag aktuell noch niemand zu sagen. Vielleicht zu einer weltweiten Katastrophe, vielleicht geht sie auch verhältnismäßig glimpflich aus. Wichtig ist, dass man aus ihr lernt und die richtigen Schlüsse zieht.

Wirtschaftliche Stabilität und nachhaltiger Wohlstand sind nur möglich, wenn man in möglichst vielen Bereichen ökonomisch unabhängig ist. Produkte, auf die wir alle angewiesen sind, müssen in Deutschland produziert werden. Die Wirtschaft muss national oder zumindest in einem europäischen Großraum organisiert werden.

Abhängigkeit von der chinesischen Werkbank mag die Profite kurzfristig sichern, führt aber langfristig ins Verderben.

Ronny Zasowk

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