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Auseinandersetzung mit linkstheologischen Positionen |
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Dienstag, 24. Februar 09 |
Nachdem eine Pastorin in unserer „Heimatzeitung“ Harzkurier in der Rubrik „Gedanken zum Sonntag“ uns wohlbekannte Klischeevorstellungen zum Thema Rechtsradikalismus ausbreitete, sah ich mich genötigt, meine Gedanken zum Komplex Patriotismus und Christentum in Form eines Leserbriefs zu erwidern. Leider hatte der Harzkurier nicht die gleiche Überzeugung zum Thema Meinungsvielfalt und antwortete mir, dass zu dieser Rubrik leider keine Leserbriefe zugelassen werden (haha!). Ich möchte noch anmerken, dass ich selbst kein Christ bin, die Vereinnahmung dieses Glaubens durch linke Theologen aber für verwerflich halte.
Hinsehen – aber mit scharfen Augen!
Sehr geehrte Frau Pastorin Marwede,
in ihren „Gedanken zum Sonntag: Nicht wegschauen – hinsehen!“, welche im Harzkurier vom 07.02.09 abgedruckt wurden, thematisieren Sie ihre Gegnerschaft als Pastorin gegenüber so genanntem Rechtsextremismus.
Eine derartige Kritik mag durchaus im Geist der Zeit liegen, was ja auch mit der Traditionslinie der protestantischen Kirche für die letzten 200 Jahre konform geht. Qualität und Art Ihrer Argumentation regen allerdings zu Widerspruch an, den ich, als Mitglied der NPD wie folgend begründen möchte.
Klischeehaft sind Ihre Vorstellungen, wenn Sie meinen, dass Argumente wie „alle Ausländer müssen das Land verlassen“ oder die „Verachtung alles Fremden“ in Einklang mit nationaldemokratischen Positionen zu bringen sind. Allerdings sehen wir Deutschland nicht als Einwanderungsland und kritisieren eine Überfremdung, die in beispielhaften Problembezirken wie Berlin-Neukölln, Duisburg-Marxloh oder Frankfurt-Bonames auch von etablierten Medien längst aufgegriffen wird. Möchten Sie dort gerne Pastorin sein und im von moslemischen Männern dominierten Straßenbild für das Christentum werben?
Wenn Sie andererseits ein „weit verbreitetes Hochhalten des Deutschtums“ kritisieren, frage ich mich, wie Sie denn selbst mit Ihren eigenen Wurzeln umgehen. In meinem Bekanntenkreis gibt es sowohl einen Pastorenkollegen als auch einen promovierten Theologen, der als Pädagoge tätig ist, für die eine patriotische Grundeinstellung und Christentum (insbesondere lutherischer Prägung) selbstverständlich vereinbar sind. Auch werden Sie zumindest an der Basis von CDU/CSU oftmals eine Bejahung dieser beiden Positionen finden.
Wenn Sie eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Ausklammerung politischer Positionen aus Feuerwehren und Sportvereinen gutheißen, so applaudieren Sie hier nach meiner Meinung einer Einschränkung der Meinungsfreiheit, die doch durch das Grundgesetz einen besonderen Schutz erfahren sollte.
Da Sie sich einer reichen und bunten Schöpfung erfreuen, stimmen wir zumindest dahin überein, dass wir bei der Spezies Mensch Unterschiede entdecken können, die es sich auch lohnt zu erhalten. Nichts anderes will der von uns angestrebte Ethnopluralismus, schließlich halten wir es da mit Johann Gottfried Herder: „Völker sind Gedanken Gottes“.
Ich halte eine Achtung von anderen politischen Positionen für selbstverständlich, möchte aber zumindest Zweifel anbringen, ob Martin Luther, als Stifter Ihrer Glaubensrichtung, Ihre politischen Standpunkte geteilt hätte.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Hahn
Ratsherr der Stadt Bad Lauterberg im Harz
Beisitzer im Landesvorstand der NPD Niedersachsen
Bildquelle: © Klaus-Uwe Gerhardt, PIXELIO
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Februar 09 )
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