Die Ergebnisse im einzelnen:
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Dort erzielte die NPD ihr bestes Ergebnis mit 28,8 Prozent der Stimmen in Ueckermünde-Ost. Das landesweite Durchschnittsergebnis beträgt 3,2 % (Kommunalwahl 2004: 0,8 %). Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die NPD in fünf von achtzehn Wahlkreisen gar nicht zur Wahl angetreten war. Sie errang 26 Mandate (2004: zehn) in den Kreistagen und Stadtvertretungen/Bürgerschaften der kreisfreien Städte und zusammen mit den Mandaten in den Gemeinderäten verfügt die NPD in Mecklenburg-Vorpommern nun über 60 Mandatsträger.
Marianne Pastörs, die Ehefrau des NPD-Fraktionsvorsitzenden im dortigen Landtag, kandidierte erfolgreich für den Rat ihrer Heimatgemeinde Lübtheen. Mit 11,5 % der Stimmen zieht sie gemeinsam mit Torgai Klingebiel in das Gremium ein.
In Ueckermünde in Ostvorpommern genießt der Landtagsabgeordnete Tino Müller einen guten Ruf. Die NPD kam dort auf 13,3 %.
Hier sitzt die NPD im Kreistag bzw. in der Stadtvertretung:
Neubrandenburg (2,7 Prozent / 1 Sitz)
Jens Blasewitz
Rostock (3 Prozent / 2 Sitze)
Birger Lüssow, Franziska Vorpahl
Schwerin (2,8 Prozent / 1 Sitz)
Bernd Wulf
Stralsund (3,1 Prozent / 1 Sitz)
Dirk Arendt
Bad Doberan (3,2 Prozent / 2 Sitze)
Dirk Susemihl, Dirk Bethke
Landkreis Güstrow (3,2 Prozent / 2 Sitze)
Sebastian Kloß, Marko Wietzke
Landkreis Ludwigslust (4,5 Prozent / 2 Sitze)
Torgai Klingebiel, Marianne Pastörs
Landkreis Müritz (2,7 Prozent / 1 Sitz)
Doris Zutt
Landkreis Nordvorpommern (3,1 Prozent / 2 Sitze)
Raimund Borrmann, Herbert Zamzow
Landkreis Nordwestmecklenburg (3,3 Prozent / 2 Sitze)
David Böttcher, Sven Krüger
Landkreis Ostvorpommern (7,6 Prozent / 4 Sitze - entsprechen Fraktionsstatus)
Michael Andrejewski, Kay Erdmann, Michael Gielnik, Alexander Wendt
Landkreis Parchim (3,6 Prozent / 2 Sitze)
Mandy Kohnert, Stefan Suhr
Landkreis Uecker-Randow (9,1 Prozent / 4 Sitze - entsprechen Fraktionsstatus)
Tino Müller, Marko Müller, Dirk Bathmann, Marcus Neumann
Über vier Prozent und damit sichere Mandate in den jeweiligen Gemeinde-Vertretungen holte die NPD in Bad Doberan, Sternberg, Wittenburg, Wolgast, Friedland, Eggesin, Ferdinandshof, Pasewalk, Anklam und Heringsdorf. In der ostvorpommerschen Kreisstadt Anklam brachten der NPD die erzielten 7,9 Prozent zwei Sitze in der Stadtvertretung.
Gemeinden mit zweistelliger Prozentzahl für die NPD:
Neuenkirchen 21,7 %
Bargischow 21,4 %
Wilhelmsburg 20,8 %
Ziethen 19,6 %
Garz 18,1 %
Postlow 17,2 %
Koblentz 17,0 %
Klein Bünzow 16,7 %
Bergholz 16,0 %
Altwarp 15,4 %
Usedom Stadt 14,9 %
Löcknitz 14,6 %
Luckow 14,3 %
Pudagla 14,1 %
Groß Krams 13,8 %
Zerrenthin 13,6 %
Rossow 13,6 %
Peenemünde 13,3 %
Ueckermünde Stadt 13,3 %
Damerow 13,2 %
Nieden 13,0 %
Papendorf 12,9 %
Neu Kosenow 12,3 %
Lüssow 12,2 %
Lübs 12,1 %
Lassan Stadt 12,1 %
Bandelin 11,9 Porzent %
Rubkow 11,9 %
Buggenhagen 11,9 %
Stolpe 11,8 %
Viereck 11,7 %
Leopoldshagen 11,6 %
Lübtheen Stadt 11,5 %
Rankwitz 11,3 %
Wietstock 11,3 %
Groß Kelle 11,2 %
Korswandt 11,0 %
SACHSEN
Hier errang die NPD 73 Mandate - bisher waren es nur 22 gewesen. Das entspricht landesweiten 2,3 %, wobei man allerdings nur in 103 von 498 Städten und Gemeinden zur Wahl angetreten war. Im Jahre 2004 entfielen auf die NPD lediglich 0,5 % der Stimmen.
Hier sitzt die NPD im Kreistag bzw. in der Stadtvertretung:
Chemnitz: NPD 2,4 Prozent, 1 Sitz; Pro Chemnitz / DSU 4,6 Prozent, 3 Sitze
Dresden: NPD 3,7 Prozent, 2 Sitze
Leipzig: NPD 2,9 Prozent, 2 Sitze
Landkreis Bautzen: NPD 2,0 Prozent, 6 Sitze
Erzgebirgskreis: NPD 1,6 Prozent, 10 Sitze
Landkreis Görlitz: NPD 2,2 Prozent, 7 Sitze
Landkreis Leipzig: NPD 2,6 Prozent, 11 Sitze
Landkreis Meißen: NPD 2,3 Prozent, 7 Sitze
Landkreis Mittelsachsen: NPD 1,0 Prozent, 2 Sitze
Landkreis Nordsachsen: NPD 1,4 Prozent, 4 Sitze
Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge: NPD 3,7 Prozent, 16 Sitze
Vogtlandkreis: NPD 1,0 Prozent, 1 Sitz
Landkreis Zwickau: NPD 1,9 Prozent, 3 Sitze
Gemeinden mit zweistelliger Prozentzahl für die NPD:
Reinhardsdorf-Schöna (Sächsische Schweiz): 22,0 %
Stadt Sebnitz (Sächsische Schweiz): 13,1 %
Großrückerswalde (Erzgebirgskreis): 13,0 %
In Königstein im Erzgebirge fiel der Stimmenanteil dagegen von 21 auf etwa neun Prozent. Vor drei Jahren war der dort überaus beliebte und angesehene Uwe Leichsenring gestorben.
SACHSEN-ANHALT
Auch hier war die NPD von einem flächendeckenden Wahlantritt weit entfernt. Sie kandidierte lediglich in 19 von rund 800 Gemeinden und schickte 78 Bewerber ins Rennen.
Hier sitzt die NPD im Kreistag bzw. in der Stadtvertretung:
Halle (Saale): 2,0 Prozent, 1 Sitz
Magdeburg: 2,0 Prozent, 1 Sitz
BADEN-WÜRTTEMBERG
Janus Nowak nach 20 Jahren erster NPD-Kreisrat im Ländle!
Die NPD holt mit 1,3% einen Sitz im Böblinger Kreistag. Der stellv. Landesvorsitzende der Nationaldemokraten wird für mindestens 5 Jahre die Interessen des deutschen Volkes im Kreistag vertreten.
Der NPD-Landesvorsitzende, Jürgen Schützinger, hat es mit der ‘Deutschen Liga für Volk und Heimat’ in den Gemeinderat Villingen-Schwenningen sowie in den Kreistag von Schwarzwald-Baar geschafft.
RHEINLAND-PFALZ
NPD schafft den Einzug in sieben Stadt-, Kreis und Gemeinderäte:
Landkreis Alzey-Worms: 2,9% (1 Sitz)
Landkreis Bad Dürkheim: 1,6% (1 Sitz)
Landkreis Südwestpfalz: 2,7% (1 Sitz)
Landkreis Westerwaldkreis: 1,7% (1 Sitz)
Stadt Pirmasens: 1,5% (1 Sitz)
Stadt Trier: 1,1% (1 Sitz)
Verbandsgemeinde Dahner Felsenland 2,5% (1 Sitz)
SAARLAND
Saarbrücken: 1,89 Prozent, 1 Sitz (Peter Marx)
Völklingen: 4,6 Prozent, 2 Sitze (Frank Franz, Thorsten Kreis)
THÜRINGEN
Dort errang die NPD insgesamt 22 Sitze in den Gemeindeparlamenten. Zwei weitere Mandate entfielen auf den Bündnispartner DVU (10,8 % in der Stadt Lauscha). Pikante Randnotiz: Weil offenbar zahlreiche Stimmen für die NPD nicht gezählt wurden, beschloß der Kreiswahlausschuß eine Neuauszählung (siehe Meldung MDR-Text). Das Bundesvorstandsmitglied Thorsten Heise zog in den Kreistag von Eichsfeld ein. In seiner Heimatgemeinde Fretterode entfielen 7,8 % der Stimmen auf ihn, was nahelegt, daß ihm die zahlreichen Polizeieinsätze gegen seinen dort ansässigen Verlag nicht geschadet haben. Je mehr Polizei, desto mehr Stimmen?
Hier sitzt die NPD im Kreistag bzw. in der Stadtvertretung:
Eichsfeld: Endergebnis: 3,3 % = 1 Sitz
Landkreis Nordhausen: Endergebnis: 3,1 % = 2 Sitze
Stadt Nordhausen: Endergebnis: 3,5 % = 1 Sitz
Kyffhäuserkreis: Endergebnis: 3,9 % = 2 Sitze
Stadt Sondershausen: Endergebnis: 3,4 % = 1 Sitz
Wartburgkreis: Endergebnis: 4,8 % = 2 Sitze
Landkreis Gotha: Endergebnis: 3,4 % = 2 Sitze
Landkreis Greiz: Endergebnis: 3,8 % = 2 Sitze
Stadt Greiz: Endergebnis: 3,6 % = 1 Sitz
Landkreis Sonneberg: Endergebnis: 4,1 % = 2 Sitze
Eisenach: Endergebnis: 5,1 % = 2 Sitze
Erfurt: Endergebnis: 2,6 % = 1 Sitz
Gera: Endergebnis: 3,4 % = 2 Sitze
Weimar: Endergebnis: 3,1 % = 1 Sitz
Gemeinden mit zweistelliger Prozentzahl für die NPD:
Urnshausen 19,1 % (Wartburgkreis)
Niederbösa 13,0 % (Kyffhäuserkreis)
Hörselgau 12,0 % (Landkreis Gotha)
Wiesenthal 11,9 % (Wartburgkreis)
Neidhartshausen 11,6 % (Wartburgkreis)
Bornhagen 11,3 % (Landkreis Eichsfeld)
Wiesenfeld 11,0 % (Landkreis Eichsfeld)
Goldisthal 10,8 % (Landkreis Sonneberg)
Bellstedt 10,3 % (Kyffhäuserkreis)
Damit verfügen die Nationaldemokraten inzwischen über insgesamt 450 kommunale Mandatsträger. Am 30. August werden zahlreiche weitere bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen folgen.